Rechtsformen und Rechtliche Stellung der Waldbauvereine

Die Waldbauvereine in Rheinland-Pfalz haben die Rechtsform des Idealvereins nach § 21 Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) gewählt und sind Forstbetriebsgemeinschaften gem. § 16 ff des Bundeswaldgesetzes. Alle erfüllen die Voraussetzungen nach dem Bundeswaldgesetz, wonach die Forstbetriebsgemeinschaft ein privatrechtlicher Zusammenschluss von Grundbesitzern ist, die den Zweck verfolgt, die Bewirtschaftung der angeschlossenen Waldflächen und der zur Aufforstung bestimmten Grundstücke zu verbessern, insbesondere die nachteilige geringer Flächengröße, ungünstiger Flächengestalt, der Besitzzersplitterung, der Gemengelage, des unzureichenden Waldaufschlusses oder anderer Strukturmängel zu überwinden.

Die Waldbauvereine Bitburg, Prüm, Daun, Altenkirchen und Westerwald haben Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbH) den Waldbauvereinen angegliedert, die den Holzverkauf sowie sonstige Dienstleistungen für die Waldbesitzer in der Region erbringen. Ihre Arbeit ist nicht nur auf den Kreis der Mitgliedsbetriebe beschränkt. Die neuen Dienstleistungsgesellschaften der Waldbauvereine Bitburg (EWH), Prüm (PWH) und Daun (DWH) haben sich, um besser am Holzmarkt agieren zu können, zu einer Dachorganisation, der Forstwirtschaftlichen Vereinigung Eifel, zusammengeschlossen. Diese verhandelt die Rahmenverträge mit der Sägeindustrie und koordiniert den Holzabsatz. Im Westerwald hat unter Federführung des Waldbauvereins Altenkirchen die Holzvermarktungsgesellschaft Westerwald Sieg GmbH (HWS) die Arbeit aufgenommen. Die Gesellschafter der HWS sind die Waldbauvereine Altenkirchen, der auch Mehrheitsgesellschafter ist, der Waldbauverein Westerwald sowie weitere Haubergsgenossenschaften.  

Der Waldbesitzerverband für Rheinland-Pfalz und Landesforsten Rheinland-Pfalz unterstützen dieses Vorhaben.